Heftfächer 03 2018

Was ist Aberglaube?

Was bedeutet Aberglaube eigentlich? Warum gibt es ihn? Und was haben Forscher zu diesem Thema herausgefunden? Warum! liefert Euch die Antwort.

Kinderfragen
Von Warum!-Redaktion, 15.12.2017 1 Kommentar

Ob Daumen drücken oder auf Holz klopfen: Der Aberglaube zielt darauf ab, Glück herbeizuführen oder Unheil abzuwenden. Dahinter steht die Überzeugung, dass eine bestimmte Sache oder ein besonderes Verhalten direkten Einfluss auf ein Geschehen hat, obwohl es für diesen Zusammenhang keine Beweise gibt.

Aberglaube gibt es in allen Kulturen. Denn das menschliche Gehirn ist darauf gepolt, Muster in Ereignissen zu erkennen. So können wir Gefahren beim nächsten Mal schneller abwenden und besser überleben. Allerdings legen wir uns dabei manchmal auch falsche Erklärungen zurecht. Wir sehen dann Ursache und Wirkung in Dingen, die nur zufällig zusammenkommen.

Dass solche irrigen Annahmen trotzdem sehr stark sein können, hat psychologische Gründe: Während das Gehirn es kaum bemerkt, wenn ein Ereignis ausbleibt, werden erneute Übereinstimmungen überbewertet und als Bestätigung gespeichert. Forscher haben herausgefunden, dass Aberglaube umso stärker ist, je weniger die Menschen das Gefühl haben, dass sie ihr Schicksal selbst beeinflussen können. Fischer zum Beispiel hatten früher viele abergläubische Regeln an Bord, weil sie dem Wetter auf hoher See ausgeliefert waren.

Das Wörtchen „Aber“ bedeutet übrigens so viel wie „falsch“. Es sollte ab dem Mittelalter den Aberglauben vom „richtigen“ religiösen Glauben unterscheiden. Denn er schrieb nicht allein Gott, sondern auch anderen Dingen Macht über das Schicksal zu – und lief so dem kirchlich anerkannten Glauben zuwider.

Achtung, das soll angeblich Unglück bringen!

Kommt eine schwarze Katze von links, droht Ärger. Wer mit dem linken Fuß aufsteht, dem droht Unheil. Wer die Schuhe auf den Tisch legt oder im Zimmer einen Regenschirm aufspannt, dem droht Streit. Wer eine Gabel fallen lässt, der bekommt ungebetenen Besuch. Wer vom Löffel einer fremden Person isst, dem droht Unheil. Wer Salz verschüttet, holt Streit ins Haus. Wer unter einer Leiter hindurchgeht, fordert das Schicksal heraus. Raben bringen Krankheit, Käuzchen den Tod. Die Zahl 13 ist eine Unglückszahl, Freitag der 13. ein Unglückstag. Wer zu früh zum Geburtstag gratuliert, bringt Pech. Ein zerbrochener Spiegel bringt sogar sieben Jahre Pech.

Kommentare

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, k (nicht überprüft)
8. Juni 2018 - 8:10

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