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A

Atom – Unsere Welt setzt sich aus den verschiedensten Stoffen zusammen, zum Beispiel aus Wasserstoff, Sauerstoff oder Eisen. Die kleinsten Bausteine der Stoffe nennt man “Atome”. Sie sind so winzig, dass man sie nicht mal mit dem Mikroskop sehen kann. Atome haben immer einen Kern und eine Hülle, die aus noch kleineren Teilchen, den Protonen, Elektronen und Neutronen, besteht.

B

Bionik – Das Wort setzt sich zusammen aus “Biologie” und “Technik”. Bioniker sind Forscher, die sich Tiere und Pflanzen anschauen, um die Natur zu kopieren. Leonardo da Vinci beobachtete im 15. Jahrhundert Vögel und Libellen. So kam er auf die Idee für den Hubschrauber – auch wenn er ihn noch nicht bauen konnte. Wie Libellen können Hubschrauber aus dem Stand starten, schnell die Flugrichtung ändern und auf der Stelle in der Luft stehen. Die Flugleistung der Libelle bleibt aber unerreicht. Ein Hubschrauberrotor dreht sich bis zu neun Mal pro Sekunde, die Libelle schlägt in dieser Zeit 30 Mal mit ihren Flügeln.

C

D

Dopplereffekt - Wenn ein Feuerwehrauto schnell an uns vorbei fährt, dann hört es sich so an, als würde das Heulen der Sirene immer höher, je näher es kommt, und dann wieder tiefer, wenn es sich entfernt. Dieses Phänomen nennt man den Dopplereffekt: Durch die Bewegung der Schallquelle kommt es zu einer Änderung der Wellenlänge, und damit auch der Tonhöhe. In Fahrtrichtung jagt das Feuerwehrauto der von ihm ausgesendeten Schallwelle hinterher – die zweite ausgesendete Welle spart sich sozusagen ein Stück des Weges und kann der ersten Welle etwas dichter folgen. So kommen in unserem Ohr pro Sekunde etwas mehr Wellenausschläge an, als wenn das Auto stehen würde. Das entspricht einer Schallwelle mit schneller Schwingung und somit einen höheren Ton. Entgegen der Fahrtrichtung fährt das Auto dagegen den Schallwellen davon, der Abstand zwischen den Wellenausschlägen wird größer, und der Ton hört sch tiefer an.

E

Einzelzieher – Rund 50 Milliarden Zugvögel weltweit pendeln auf Grund des Nahrungsangebots jedes Jahr zwischen ihrem Sommer- und Winterquartier. Die meisten Tiere reisen dabei in Gruppen – doch es gibt auch Vögel, die allein fliegen. Der Gartenrotschwanz, der Kuckuck und die Nachtigall zum Beispiel sind sogenannte Einzelzieher. Sie fliegen überwiegend nachts, im Schutz der Dunkelheit. Tagsüber ruhen sie sich aus oder begeben sich auf Nahrungssuche. Immer möglichst versteckt, damit ihre Fressfeinde nicht auf sie aufmerksam werden.

Erosion – Wenn Gestein auf natürliche Weise abgetragen wird, sprechen Geologen von Erosion. Der Begriff kommt vom lateinischen erodere, was abnagen bedeutet. Zu den “Nagern” zählen Flüsse, Regen, Gletschereis und der Wind.

F

Freibeuter – Freibeuter waren viele Jahrhunderte lang vom Staat geduldete Piraten. Sie erhielten von der Regierung, damals dem König oder der Königin, einen sogenannten Kaperbrief. Dieser berechtigte sie, die Schiffe anderer Nationen auszurauben oder zu versenken. Solch ein Kaperbrief war vom internationalen Recht anerkannt und die Freibeuter konnten nicht als Pirat angeklagt werden. Echte Piraten dagegen hielten sich nicht an diese Regel, sie überfielen alle Schiffe, auch die des eigenen Landes oder von Verbündeten.

Freiwillige Feuerwehr – Die Freiwillige Feuerwehr besteht vor allem aus ehrenamtlichen Kräften. Kinder können schon im Alter von zehn Jahren einsteigen und den Umgang mit Geräten und Schläuchen üben. Ab dem 18. Lebensjahr dürfen sie dann im Ernstfall bei einem Löscheinsatz helfen. Wer hauptberuflicher Feuerwehrmann werden will, sollte bereits einen anderen, meist technischen Beruf erlernt haben. Beim Einstieg muss man jünger als 30 Jahre sein.

G

Gen – Auf einem Gen sind Erbanlagen gespeichert, also solche Eigenschaften, die von den Eltern an die Kinder vererbt wurden. Man kann es sich vorstellen wie einen Code, den eine Zelle entschlüsseln muss, um zu wissen, wie sie sich entwickeln soll. Die gesamte Erbinformation einer Zelle nennt man Genom. Darin ist alles gespeichert, was für die Entwicklung eines Lebewesens notwendig ist, egal ob Mensch, Tier oder Pflanze.

Gewölle - Einige Vogelarten verschlucken ihre Beutetiere am Stück. Unverdauliche Bestandteile wie Haare, Federn, Knochen oder Insektenpanzer sammeln sich im Magen und verklumpen dort zu einer Art Ballen, der je nach Vogelart 2 bis 14 cm lang sein kann. Die Gewölle-Ballen, auch Speiballen genannt, würgen die Tiere wieder heraus. Ein Schleimüberzug verhindert, dass dabei die Speiseröhre verletzt wird. Das Gewölle, das wir im Wald finden, ist meist schon getrocknet. Wenn man es mit zwei Stöckchen auseinander pflückt, kann man manchmal erkennen, welche Tiere der Vogel gefressen hat. Das Vogel-Gewölle ist mit dem kleinen Fellknäuel, das Katzen regelmäßig hochwürgen, vergleichbar. Allerdings sind es hier die eigenen Haare, die Katzen bei der Fellpflege verschlucken.

H

Hebelwirkung – Warum lässt sich ein großes Zahnrad leichter drehen? Das hängt mit der Hebelmechanik zusammen: Der Einsatz eines Hebels verringert den Kraftaufwand, was zum Beispiel an einem Flaschenöffner verdeutlicht werden kann. Je länger der Hebel, desto weniger Kraft muss eingesetzt werden. Ein Zahnrad kann man als eine Anordnung von Hebeln um einen Mittelpunkt betrachten. Je größer der Radius des Rades, desto größer also die Hebelwirkung.

Hormon - Ein Hormon ist ein chemischer Stoff, der vom Körper produziert wird. Hormone gelangen über das Blut von einem Organ zum anderen und übertragen auf diesem Weg wichtige Informationen. Sie regeln zum Beispiel das Wachstum, den Blutdruck, die Verdauung und zum Teil auch unsere Gefühle.

I

Invasor – Wenn Tiere, Pflanzen oder Pilze sich in Gebieten ausbreiten, in denen sie bisher nicht heimisch waren, spricht man von biologischer Invasion. Häufig ist dafür der Mensch verantwortlich, der die Tiere bewusst einführt oder unbemerkt – zum Beispiel in Containern oder im Ballastwasser von Schiffen – einschleppt. Oft haben die Neuen keine natürlichen Feinde und verdrängen heimische Arte.

J

K

Katzengras – Hin und wieder kann man Katzen beobachten, wie sie an Grashalmen knabbern und diese auch verschlucken – ziemlich ungewöhlich, sind Katzen doch Fleischfresser! Aber das Grasfressen hat einen Sinn: Die Pflanzenfasern bündeln im Magen der Tiere die unverdaulichen Haare, die durch die Pflege unbeabsichtigt aufgenommen wurden. Anschließend können die Katzen das Bündel problemlos hervorwürgen. Zudem nehmen Katzen mit dem Gras B-Vitamine auf, die sie für den Stoffwechsel benötigen. Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, sollte man deshalb Katzengras hinstellen. Es besteht aus verschiedenen milden Gräsern und erfüllt den selben Zweck.

Knoten – Der Knoten (kn) ist das Maß, mit dem die Geschwindigkeit auf See angegeben wird. Früher wurde sie tatsächlich mit einer Leine gemessen, in der in bestimmten Abständen Knoten waren. Die aufgerollte Leine wickelte sich ab, wenn das Ende während der Fahrt ins Wasser gelassen wurde. dabei zählte man wie viele Knoten in einer bestimmten Zeit durch die Hand liefen. Heute entspricht ein Knoten einer Seemeile pro Stunde (sm/h), also 1,852 Kilometer pro Stunde. Die Formel zur Umrechnung von kn in km/h: mal zwei, minus 10 Prozent.

Kohlendioxid – Chemiekalisch gesehen besteht ein Kohlendioxidmohlekühl aus einem Kohlenstoff- und zwei Sauerstoffatomen (CO2). Es ist ein natürlich vorkommendes Gas, das in der Atmosphäre (Lufthülle der Erde) normalerweise nur in einer winzigen Menge vorhanden ist. Deshalb ist es, wie Methan oder Ozon, ein Spurengas. Zu viel CO2 in der Athmosphäre ist ein Grund für die Erderwärmung.

Komplementärfarbe – Komplementärfarben sind Farbenpaare, die sich zu weißem Licht ergänzen. Praktisch bedeutet das: Mischt man zwei Grundfarben, entsteht eine Farbe, die zur dritten Grundfarbe komplementär ist. Diese Grundfarbe und ihre Komplementärfarbe stehen sich im Farbkreis gegenüber. Sie mischen sich zu Grau. Welche Farben komplementär sind, hängt vom zugrunde gelegten Farbmodell ab. Klassischerweise sind Gelb zu Violett, Rot zu Grün und Blau zu Orange komplementär. Bei Druckern werden heute andere Farbmodelle mit den Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb verwendet. Diese haben dann auch andere Komplementärfarben.

Kondensation – So bezeichnet man es, wenn ein Stoff vom gasförmigen in den flüssigen Zustand übergeht, also zum Beispiel Wasserdampf wieder flüssig wird. Genau genommen ist es auch nicht ganz korrekt, wenn wir beim Kochen von Wasserdampf sprechen. Denn Wasserdampf meint den gasförmigen Zustand des Wassers, und dieses Gas ist unsichtbar. Beim “Wasserdampf” über dem Kochtopf handelt es sich eigentlich um kondensierten Wasserdampf, der bereits vom gasförmigen wieder in den flüssigen Zustand übergegangen ist.

L

M

Marderhund – Durch das dunkle Fell um seine Augen, seine Fellfarbe und seine Gestalt erinnert das Tier an einen Waschbären – doch der Marderhund gehört zur Familie der Hunde. Allerdings ist er wirklich ein untypischer Hund: Er kann zum Beispiel nicht bellen. Seine Laute klingen eher wie winseln, Knurren oder Miauen. Genauso ungewöhnlich ist die Tatsache, dass der Marderhund als einziger Vertreter der sogenannten Hundeartigen eine Winterruhe hält. Nur bei milden Wintern bleibt er aktiv, aber er bewegt sich stets im Schutz der Dunkelheit.

Melanin - Melanin ist das wichtigste Pigment [Farbmittel] in der menschlichen Haut. Es bestimmt nicht nur unsere Haut-, sondern auch unsere Haar- und Augenfarbe. Gebildet wird es von den sogenannten Melanozyten [Pigmentzellen] in der Epidermis, der obersten Hautschicht. Man unterscheidet Eumelanin (braun oder schwarz) und Phäomelanin (rot oder gelb). Menschen mit dunkler Haut haben natürlicherweise mehr Eumelanin, Menschen mit heller Haut mehr Phäomelanin.

Meteor – Sternschnuppen werden in der Fachsprache Meteore genannt. Sie sind winzige Staub- und Gesteinsteilchen, die in die Erdatmosphäre eindringen und verglühen. Sie rasen mit Geschwindigkeiten von bis zu 74 Kilometer pro Sekunde auf die Erde zu. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre werden die kleinen Teilchen stark abgebremst, wodurch enorme Energie von mehreren Tausend Grad Celsius freigesetzt wird. Bei dieser Hitze beginnen die Staubteilchen zu glühen und wir können ihren leuchtenden Schweif am Himmel sehen.

N

Nesseltier – Korallen, Seeanemonen und Quallen gehören zu den Nesseltieren. Sie alle haben Fangarme, die mit Nesselgift bewaffnet sind. Wie mit winzigen Harpunen schießen die Nesseltiere auf ihre Beute, um sie zu betäuben oder zu töten. Meistens handelt es sich dabei um kleinste Meereslebewesen. Nur wenige sind groß genug, um kleine Fische zu überwältigen.

O

P

Q

R

Riesenalk – Vor über 150 Jahren lebte am Nordpol ein den Pinguinen sehr ähnlicher Seevogel: der Riesenalk. Er konnte wie die Pinguine nicht fliegen, trug eine schwarz-weiße Tracht und wurde fast so groß wie ein Kaiserpinguin. Leider war er auch ein sehr schmackhafter Happen für die Eisbären. Ausgestorben ist diese Vogelart aber durch den Menschen, der ihn wegen seiner federn jagte.

S

Schwerkraft – Das Gesetz der Schwerkraft besagt, dass eine Masse die andere anzieht. Je größer die Masse ist, desto stärker ist auch ihre Anziehungskraft. Deshalb können wir Menschen auch nicht einfach in den Himmel springen. Unsere eigene Anziehungskraft ist viel kleiner als die der großen Erde. Wir werden beim Springen immer wieder zum Erdmittelpunkt gezogen und landen auf dem Boden.

Spektralfarbe – Spektralfarben nennt man die Grundfarben des Lichts. Sie werden zum Beispiel in einem Regenbogen sichtbar, wenn sich das Sonnenlicht an einem Wassertropfen bricht. Die typische Anordnung der Farben kommt dadurch zustande, dass die Brechung je nach Wellenlänge unterschiedlich stark ist: Kurzwelliges, violettes Licht wird am stärksten gebrochen und erscheint am unteren Rand, langwelliges, rotes Licht dagegen am oberen. Dazwischen stehen Orange, Gelb, Grün und Blau.

Sprünge – Im Herbst, wenn das Nahrungsangebot knapper wird, schließen sich Rehe zu lockeren Verbänden zusammen, die von Jägern “Sprünge” genannt werden. Diese können im dichten Wald aus nur drei, vier Tieren bestehen. In der Gruppe geschützt, ziehen die Rehe auf Nahrungssuche umher. Dabei entfernen sich einzelne Tiere nicht sehr weit von ihrem Sprung. Dieser wird übrigens nicht von einem bestimmten Leittier angeführt. Meist bemerken die aufmerksamen Ricken mit ihren Kitzen die Gefahr zuerst und geben die Fluchtrichtung vor. Im Spätwinter lösen sich die Sprünge wieder auf.

T

Tonne – Eine Tonne ist ein Seezeichen, vergleichbar mit einem Schild im Straßenverkehr. Tonnen dienen vor allem der Markierung des Fahrwassers und der Orientierung. Auch Hindernisse oder Untiefen werden mit ihrer Hilfe markiert. Für die Fahrwasser-Kennzeichnung werden rote Stumpftonnen und grüne Spitztonnen verwendet. Von der Seeseite aus gesehen, muss der Kapitän die roten Tonnen backbord (links) und die grünen Tonnen steuerbord (rechts) liegen lassen.

Tracht – Ein bisschen hört man, dass das Wort “tragen” drinsteckt. Es geht um eine bestimmte Art sich zu kleiden, die wiederum für eine Gegend typisch ist (oder viele Jahrhunderte typisch war). In Bayern tragen die Männer zum Beispiel Lederhosen und Frauen das Dirndl. Heute sind Trachten fast überall auf der Welt aus der Mode gekommen und werden nur noch zu besonderen Anlässen getragen.

U

V

W

Winterhart – Beim Pflanzenkauf steht oft “winterhart” auf dem Etikett. Das bedeutet, dass die so gekennzeichnete Pflanze die Witterung im Winter überstehen müsste. Sie braucht keine spezielle Behandlung, sondern ist robust genug, um Frost, Wind, Schneelast und Wasserknappheit zu trotzen. Allerdings sollte diese “winterharte” Zierpflanze im Garten eingepflanzt sein. Als Topfpflanze muss sie vor dem sogenannten Kältestress mit Stroh, Jute oder Ähnlichem geschützt werden.

X

Y

Z

Zöliakie – Bei Zöliakie handelt es sich um eine genetisch bedingte Erkrankung des Immunsytems.  Nimmt der Erkrankte Gluten zu sich, greift das Immunsystem den eigenen Körper an. Dabei wird die Schleimhaut des Dünndarms zerstört. Der entzündete Darm kann Nährstoffe nicht mehr gut aufnehmen. Typische Symptome sind Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfall. Der Erkrankte muss sich sein Leben lang glutenfrei ernähren. In Deutschland sind etwa ein Prozent der Bevölkerung an Zöliakie erkrankt.

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