Heftfächer 4/2017

Frieren Fische?

Freiluftschwimmen und eisige Temperaturen passen nicht zusammen? Bei uns erfahrt Ihr, warum das Winterwetter den Fischen in Nord- und Ostsee gar nichts ausmacht.

Kinderfragen
Von Warum!-Redaktion, 15.08.2017 0 Kommentare

Auch wenn es kaum vorstellbar ist: Fische in der Nordsee frieren selbst dann nicht, wenn das Wasser auf drei Grad Celsius abkühlt. Dort, wo wir nicht mal mehr unsere Füße hinein halten würden, fühlen sich manche Fische erst richtig wohl. Das ist nur möglich, weil Fische genauso wie Reptilien und Amphibien zu den wechselwarmen Tieren gehören. Das bedeutet, dass sie im Gegensatz zu den gleichwarmen Tieren, zu denen wir Menschen, alle anderen Säugetiere und Vögel zählen, ihre Körpertemperatur der Umgebung anpassen. Die Fischarten in unseren Breiten haben sich im Laufe der Evolution an die Schwankungen zwischen Sommer und Winter angepasst und können wunderbar in diesem Bereich leben. Würde man jedoch tropische Arten in der eisigen Nordsee aussetzen, hätten sie wahrscheinlich keine Überlebenschance. Sie haben sich auf andere Klimazonen eingestellt. Es gibt Fische, denen Wassertemperaturen unterhalb des Gefrierpunkts nichts ausmachen. Sie besitzen Frostschutzmittel, sogenannte „Anti-Freeze“-Proteine. Diese verhindern, dass das Fischblut gefriert und die Tiere erstarren.

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