Heftfächer 4/2017

Warum sitzen Spinnen in Ecken?

Die Tochter von Warum!-Leser Thomas Kuchel wollte wissen: Warum sitzen Spinnen immer in der Ecke? Eine gute Frage, über die wir mit dem Spinnen-Forscher Dr. Peter Jäger gesprochen haben.

Kinderfragen
Von Anna Pechbrenner, 27.10.2016 0 Kommentare

Jeder kennt sie, so manch einer fürchtet sie, und der nächste ekelt sich vor ihnen: den Spinnen, die sich zu uns in die Wohnung oder das Haus verirren und dort dann meist in einer Zimmerecke herumsitzen. Und das tun sie, weil sie nur dort ein Netz bauen können, denn an einer glatten Wand geht das einfach nicht.

Die meisten Spinnen, die zu uns in die Wohnung kommen, sind Zitter- Haus- oder Kugelspinnen. Die Hausspinnen werden auch Winkelspinnen genannt. "Und der Name ist Programm" sagt Dr. Peter Jäger. Alle drei Arten sind netzbauende Spinnen und dafür brauchen sie einen "Winkel", also einen dreidimensionalen Raum mit mindestens zwei Kanten, zwischen denen sie ihr Netz spannen können. Es gibt andere Arten, die zu den freilaufenden Spinnen gehören, die ebenfalls manchmal in Ecken sitzen - auch draußen. Sie suchen dort Schutz. "Die Ecke ähnelt dann einem Versteck" erklärt Dr. Jäger. Außerdem würden solche Arten häufig in den Ecken Schutznetze spannen.


Unser Experte Dr. Peter Jäger leitet am Senckenberg-Forschungsinstitut in Frankfurt den Bereich der Arachnologie - also der Wissenschaft von Spinnentieren. Und deshalb konnte er uns bei der Beantwortung dieser Kinderfrage natürlich weiterhelfen.

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