Produktpalette aus der WARUM!-Familie: Bücher, Sonderhefte, Magazine

Was ist Lava?

Bei einem Vulkanausbruch tritt glühend heiße Lava aus der Erde. Wir erklären Euch den Unterschied zwischen Lava und Magma und was Bimsstein mit Vulkanen zu tun hat.

Kinderfragen
Von Warum!-Redaktion, 10.10.2021 0 Kommentare

Lava ist flüssiges Gestein, das aus dem Erdinnern an die Oberfläche gelangt. Unsere Erde besteht aus mehreren Schichten, so wie eine Zwiebel. Die oberste Schicht, die äußere Erdkruste, ist wie eine Schale aus festem Gestein. Im Erdinnern wird es mit zunehmender Tiefe immer heißer. So herrschen etwa 1000 Meter unter der Erdoberfläche Temperaturen von mehr als 1000 Grad Celsius. In diesen tiefen Schichten verflüssigt sich das Gestein. Weil Gase darin enthalten sind, steigt es im Laufe der Zeit auf und tritt durch Risse oder Spalten in der Erdkruste als rotglühende Lava aus.

Mit Lava und Magma gibt es übrigens gleich zwei Bezeichnungen für heißes, flüssiges Gestein. Zwischen den beiden gibt es aber einen kleinen Unterschied: Es kommt nämlich darauf an, wo sich dieses flüssige Gestein befindet. Im Erdmantel gibt es Kammern, die mit der zähflüssigen und glühend heißen Gesteinsmasse gefüllt sind. Hier, unterhalb der Erdoberfläche spricht man von Magma. Ab dem Moment, an dem es bei einem Vulkanausbruch aus dem Erdmantel austritt, spricht man dann von Lava.

Ein paar Zahlen zu Lava

  • 1200 Grad Celsius ist Lava heiß, wenn sie in flüssigem Zustand austritt
  • 10 bis 100 Meter legt ein gewöhnlicher Lavastrom pro Stunde zurück
  • 64 Kilometer in der Stunde ist die schnellste Fließgeschwindigkeit, die auf Hawaii gemessen wurde 

Was ist Bimsstein?

Bei manchen Vulkanausbrüchen wird Magma explosionsartig in die Luft katapultiert. Im Magma sind Gase eingeschlossen, die wie die Kohlensäure im Mineralwasser kleine Bläschen bilden. Wenn das heiße, flüssige Magma in die Luft geschleudert wird, kühlt es in kurzer Zeit sehr stark ab und wird fest. Seine Sruktur wird durch die eingeschlossenen Gase sehr porös. Dieses Gestein, das nun aussieht wie ein erstarrter Schwamm, nennt man Bimsstein.

Wegen der vielen Gasbläschen ist Bimsstein besonders leicht und schwimmt sogar auf dem Wasser! In manchen Vulkangebieten, wie etwa in der Vulkaneifel, wird dieses besondere Gestein abgebaut und dann in pulverisierter Form unter anderem zur Herstellung von Polituren und Schleifmitteln verwendet. Auch beim Bleichen von Jeanshosen für einen abgenutzten ‚stone washed’-Look kommt Bimsstein zum Einsatz.

Shop

Auch interessant