Heftfächer 4/2017

Unser erstes Mal mit Kind: im Kino

Unsere Redaktionsassistentin Dorthe Voss war zum ersten Mal mit ihrer fünfjährigen Tochter im Kino. Hier erzählt sie, wie es war.

Ausflüge
Von Dorthe Voss, 03.12.2016 0 Kommentare

Ich liebe Kinderfilme. Eigentlich liebe ich alle möglichen Medien rund ums Geschichtenerzählen. Dabei bevorzuge ich eben die Art von Geschichten, die sich an Kinder richten (sollen).

Ich kaufe häufig Kinderbücher – einfach so für mich. Wenn es meinen Mann nicht stören würde, könnte man abends aus dem Schlafzimmer Bibi Blocksbergs Stimme hören. Und wäre ich dann nicht ein schlechtes Vorbild (und wahrscheinlich immer zu spät auf der Arbeit), würde ich bereits morgens Zeichentrick- (oder … ohhh … Animations-) Serien gucken. Nur ins Kino habe ich mich nie allein getraut …

Aber genau, spätestens beim Thema „Vorbild” habt ihr es vielleicht herauslesen können: Ich bin nicht mehr allein. Ich habe eine Tochter. Mit einem prall gefüllten Bücherregal, ein paar Spiele-Apps auf unserem Tablet, und Filmen und Hörspielen in den Schubladen. Alles natürlich ganz uneigennützig, versteht sich.

Lange habe ich darauf gewartet … nun ist sie 5 – nein 5 3/4 – und wir waren das erste Mal zusammen im Kino. Schon einige Male vorher hatte ich mit dem Gedanken gespielt, fand es für sie aber zu früh. Als ich vor ein paar Wochen die Kino-Vorschau für den neuen Pettersson und Findus-Film gesehen hatte, war klar: das passt!

Ich weiß nicht, wer von uns aufgeregter war – sie oder ich? Von zu Hause aus hatten wir unsere Sitzplätze und Karten reserviert, sodass es im Kino richtig fix ging. Wie sich rausstellte, lagen unsere Sitze allerdings weiter vorne, als angenommen. Beim nächsten Mal dann doch lieber noch Loge. Natürlich brauchten wir eine Portion Popcorn. Auf die wurde sehr genau aufgepasst. „Mama, das langt jetzt, der Rest ist für den Film!” Kind im Popcorn-Himmel.

Die lange Wartezeit vom Beginn der Werbung bis zum eigentlichen Film war grenzwertig. Immer wieder hat sie gerufen: „So, jetzt geht der Film los. Hm. Nein, doch nicht!” Da ist jedes Kind sicherlich anders (wie immer eigentlich), aber ich muss sagen, sie hat das trotzdem gut ausgehalten.

Die Lautstärke hat uns beide etwas überrascht. Klar, Kino ist laut. Aber, dass sie sich die Ohren zuhalten musste, fand ich dann doch nicht so schön. Irgendwann hatten wir uns auch daran gewöhnt und, wenn man das nicht ständig macht, braucht man wohl keine Angst vor bleibenden Schäden zu haben ;-).

Während des Film gab es Phasen, in denen sie konzentriert ganz weit vorne auf ihrem Sitz saß und der Geschichte folgte, aber auch Stellen, an denen sie sich an mich gekuschelt hat und ein Nickerchen machen wollte (was der Papa übrigens zwischendrin immer wieder gemacht hat. Also das mit dem Nickerchen. Nicht das Ankuscheln). Wobei das auch von der Qualität des Film abhängt, nicht nur von der Konzentrationsfähigkeit des Kindes.

Wie immer, wenn ich ins Kino gehen, sind wir auch mit unserer Tochter bis ganz zum Schluss – also bis zum Ende des Abspanns – geblieben. Das stammt noch aus meiner Zeit in der Postproduktion. Aus Respekt den Machern gegenüber. Und … siehe da … wir haben noch eine winzige, zusätzliche Szene zu sehen bekommen. Hat sich also gelohnt!

Und jetzt freue ich mich schon auf den nächsten Film …

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