Heftfächer 4/2017

Wie kommt der Sand an den Strand?

Warum! liefert spannende Antworten auf kluge Kinderfragen. Diesmal: Wie kommt der Sand an den Strand? Und welche Arten von Sand gibt es eigentlich?

Kinderfragen
Von Warum!-Redaktion, 06.07.2017 0 Kommentare

Hitze, Frost, Wind und Regen nagen am Gestein, und irgendwann nach Millionen von Jahren wird es zermahlen. Sandkörner entstehen und werden von Regen und Flüssen ins Meer gespült. Dort tragen die Wellen sie Richtung Land. Schlussendlich wird der Sand einfach angeschwemmt. Den Sandeintrag von Flüssen ins Meer kann man übrigens schön sehen, wenn man sich ein Flussdelta aus der Luft anschaut. Wer dafür nicht mal eben ins Flugzeug steigen kann, benutzt einfach Google Earth! Die Strände an unseren Küsten sind übrigens rund 400.000 Jahre alt: Sie entstanden mit der letzten Eiszeit.

Sandtypen

Weißer Sand

Er besteht aus dem Calciumcarbonat zermahlener Korallenskelette. Findet man auf allen Inseln, die von einem Korallenriff umgeben sind.

Schwarzer Sand

Fein gemahlener Basalt vulkanischen Ursprungs gibt hier den Ton an. Dominiert zum Beispiel auf Santorin oder Lanzarote.

Grüner Sand

Die außergewöhnliche Farbe entsteht durch grüne Kristalle, zu finden auf Hawaii. Rosa Sand: Entsteht dank der Beimischung von roten Korallen und Muscheln. Zu sehen ist er auf Kreta oder in der Karibik.

Quietschender Sand

Ein Phänomen, das auftritt, wenn das Sediment vor allem aus Quarzverbindungen besteht und frei von Kalk ist. Sind die Körner zwischen 0,15 und 0,5 Millimetern groß, sehr glatt geschliffen und durch den Wind gut geschichtet, dann quietscht es unter den Füßen. Zu erleben zum Beispiel in Ostaustralien am Whiteheaven und Squeaky Beach.

Singender Sand

Kein Nomaden-Märchen, sondern in mehr als 30 Wüsten Realität. Die Sandkörner müssen eine mittlere Größe erreichen, rund, glatt und extrem trocken sein, dann erzeugen sie bei mechanischer Bewegung durch Wind Laute, die mit Glocken, Trompeten oder Dudelsäcken verglichen werden.

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