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Auf die Schlitten, fertig, los!

Hurra, es hat geschneit: Nichts wie raus zum Schlittenfahren! Mit diesen Rodel-Tipps nehmt Ihr so richtig Fahrt auf

Draußen
Von Jan Voelkel, 13.12.2021 0 Kommentare

Zu einem richtigen Winter gehören rasante Schlittenfahrten einfach dazu. Wir verraten Euch nicht nur, wie Ihr Euren Schlitten dafür so richtig aufmotzt, sondern auch wie Ihr dann am besten rodelt, um als erster unten anzukommen!

Top 5 Rodel-Tipps

1. Richtig sitzen: Die Beine werden entweder entlang der Kufen ausgestreckt oder man stellt die Füße auf den vorderen Kufenteil. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Füße nicht unter die Kufen kommen können! Den Gurt mit beiden Händen festhalten. Wer‘s gemütlich will, sitzt aufrecht. Je mehr man sich nach hinten lehnt, umso mehr Tempo nimmt man auf.

2. Zum Bremsen setzt man sich auf und drückt die vorderen Fußsohlen eng neben den Kufen in den Schnee. Saust man mit einer höheren Geschwindigkeit den Hang hinunter, kann man zum Bremsen auch mit den Hacken noch mehr Druck ausüben. Um stark abzubremsen oder anzuhalten, zieht man außerdem die Rodel vorne an den Kufen hoch.

3. Beim Lenken wird das Gewicht verlagert und mit einer Hand am Lenkgurt gezogen. Die andere Hand bleibt so zum Ausbalancieren frei. Für eine Rechtskurve lehnt man sich nach rechts. Außerdem zieht man mit der linken Hand die rechte Kufe leicht mit dem Lenkgurt hoch. Den Arm bewegt man dabei links am Körper vorbei. Zusätzlich drückt man das linke Bein an die linke Kufe. Der Schlitten verlagert sich nun und fährt nach rechts. Für eine Linkskurve muss man entsprechend umgekehrt vorgehen.

4. Kurven fährt man von außen nach innen – steuert also am äußeren Rand der Bahn auf die Kurve zu, bremst vor der Biegung ein wenig ab und schlittert dann am inneren Bahnrand entlang. So verliert man möglichst wenig Geschwindigkeit und kann nach der Kurve schnell wieder Gas geben.

5. Den Aufstieg erleichtern Schuhe mit Profil. Um Zusammenstöße zu vermeiden, sollte man die Rodel tragen oder sie abseits der Bahn hinaufziehen. In der Rodelbahn stets im Kurveninneren laufen und auf keinen Fall an unübersichtlichen Stellen stehen bleiben!

Schlittenmodelle

Das klassische und wohl meistverbreitete Modell ist der "Davoser Schlitten" (Abb. 1). Er hat plan aufliegende Kufen und eine hohe Sitzfläche aus Holzlatten. Es gibt ihn auch als Mehrsitzer oder als ‚gehörnte’ Variante (Abb. 2), wobei die Hörner als Brems- und Lenkhilfe genutzt werden können, wenn man an ihnen zieht.

Davoser-Schlitten
Abb. 1: Davoser-Schlitten

Anstelle von Holzlatten haben sie oft geflochtene Gurtbänder als Sitzfläche. Ob mit oder ohne Hörner: Ein Davoser ist günstig und robust (ab ca. 50 Euro). Er eignet sich vor allem für Gelegenheitsfahrer und Familien, da kleinere Kinder auf dem Schlitten leicht gezogen werden können.

Gehörnter Davoser-Schlitten
Abb. 2: Gehörnter Davoser-Schlitten

Mit einem "Rodel" (Abb. 3) ist man schneller und sportlicher unterwegs. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Rodel um 10 bis 30 Grad geneigte Kufen haben. Man fährt also eher auf den Kanten, was zusätzlich die Lenkung erleichtert. Außerdem sind die Kufen leicht gebogen, sodass der Schwerpunkt besser ausbalanciert werden kann. Da Rodel teurer sind als Davoser (ab ca. 180 Euro) und man höhere Geschwindigkeiten erreicht, sind sie eher für erfahrene Fahrer und alpine Rodelbahnen geeignet.

Rodel
Abb. 3: Rodel

 

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