Heftfächer 2/2018

Warum fällt man beim Fahrradfahren nicht um?

Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, wie es eigentlich möglich ist, dass wir auf nur zwei Rädern durch die Gegend düsen? Hier kommt die Antwort.

Kinderfragen
Von Warum!-Redaktion, 03.07.2018 0 Kommentare

Anfangs ist das Radfahren ziemlich schwer, aber wenn wir es einmal erlernt haben, geht es scheinbar wie von selbst. Dies liegt daran, dass unser Gleichgewichtssinn dann gut trainiert ist und wir Schwankungen während der Fahrt ausgleichen können. Außerdem sind Fahrräder so gebaut, dass sie uns sogar dabei unterstützen, das Gleichgewicht zu halten.

Der wichtigste Grund, warum wir beim Radfahren nicht umfallen, ist unser Gleichgewichtssinn. Ständig balancieren wir ganz automatisch, um das Gleichgewicht zu halten. Droht das Rad etwa nach rechts oder links zu kippen, bewegen wir uns in die entgegengesetzte Richtung. Es ist uns meistens gar nicht bewusst, aber beim Radfahren vollbringen wir eine wahre Meisterleistung in Sachen Koordination.

Dabei hilft aber auch auch die ausgeklügelte Konstruktion [Bauweise] des Rades. Die vordere Fahrradgabel, die von der Radnabe zum Lenker führt, verläuft schräg – der Lenker liegt also hinter der Radnabe. Fachleute sprechen hier von einem Nachlauf. Dies hat einen entscheidenden Vorteil, den man mit einem kleinen Experiment verdeutlichen kann: Hält man ein stehendes Rad nur am Sattel fest und neigt es leicht zur Seite, dreht sich der Lenker ganz von selbst ein. Das verstärkt die kleinen Bewegungen und Gewichtsverlagerungen auf dem Rad. Als Anfänger schlenkern wir deshalb manchmal noch etwas wild herum, haben wir aber einmal den Dreh raus, unterstützt uns diese Konstruktion, das Gleichgewicht zu halten.

Ein dritter Grund, warum wir beim Radfahren nicht umkippen, sind die Kreiseleigenschaften der Räder. Einmal in Bewegung, bringen sie sich selbst bei kleinen Störungen wieder in eine stabile Ausgangslage. Dies kann man auch bei einem Spielzeugkreisel beobachten, der mit Schwung zwar leicht schwankt, aber sich doch sicher auf seiner Achse dreht. Erst wenn die Drehgeschwindigkeit nachlässt, beginnt er zu schlingern. Genauso ist es beim Radfahren: Bei langsamen Tempo ist es viel schwerer, nicht umzukippen und das Gleichgewicht zu halten.

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