Heftfächer 4/2017

Warum haben Fliegenpilze Punkte?

Denkt man an einen Fliegenpilz, erscheint sofort ein ganz und gar märchenhaftes Bild im Kopf. Und eine Begegnung mit ihm verspricht pures Glück. Doch woher hat dieser Pilz sein besonderes Aussehen? Warum! gibt die Antwort.

Kinderfragen
Von Warum!-Redaktion, 27.10.2017 0 Kommentare

Wenn ein Fliegenpilz jung ist, steckt sein roter Hut in einer weißen Schutzhülle. Erst später bricht diese auf, und die rote Farbe zeigt sich. Die weißen Punkte sind nichts anderes als Reste der Hülle. Deshalb können sie bei Regen auch abgewaschen werden.

Das, was wir umgangssprachlich als Pilz bezeichnen, ist nur der Fruchtkörper des Fliegenpilzes. Er entwickelt sich aus dem Myzel, einem unterirdischen Geflecht aus Pilzfäden, und kommt im Sommer und Herbst zum Vorschein, vor allem im September. Während die Frucht nur eine relativ kurze Zeit überlebt, kann das Myzel viele Jahre alt werden.

der Fruchtkörper eines jungen Fliegenpilzes wird zuerst als eiförmiges Gebilde sichtbar, dem "Hexenei", das noch vollständig vom Velum, einer hautartigen Hülle, umschlossen ist. Durch diese Schutzhülle sind die empfindlichen Sporen, über die sich der Pilz später vermehrt, noch geschützt. Wenn der Pilz älter wird und der Stiel wächst, bricht die Hülle immer weiter auf und der Hut wird flacher. beim Fliegenpilz wird er bis zu 20 Zentimeter breit. Von der ursprünglichen Schutzschicht sind dann nur noch die typischen weißen Punkte übrig. Die Sporen reifen an der Unterseite des Hutes in den sogenannten Lamellen heran. Die Sporen sind so etwas wie die Samen der Pilze, mikroskopisch klein und leicht wie Staub. Deshalb können Sie durch den Wind sehr weit verbreitet werden. Wenn die Sporen auf fruchtbaren Boden fallen, reifen sie zu Pilzfäden heran und ein neuer Pilz entsteht.

Entwicklung eines Fliegenpilzes

Giftige Pilze

  • Fliegenpilze sind stark giftig, wenn auch selten tödlich. Eine Vergiftung zeigt sich durch Durchfall, Erbrechen und Herz-Kreislauf-Beschwerden.
  • Achtung, Verwechslungsgefahr! Viele essbare Speisepilze haben einen giftigen Doppelgänger. Pilze nur gemeinsam mit einem echten Pilzkenner sammeln!
  • Schon beim Verdacht auf eine Pilzvergiftung sofort den für Eure Region zuständigen Giftnotruf oder über die 112 den Notarzt rufen. Vorhandene Pilzreste oder Erbrochenes sicherstellen!

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