Heftfächer 03 2018

Warum sprudelt Limonade?

Ob Waldmeister, Zitrone oder Orange: Eine britzelige Limo schmeckt immer super. Doch was kitzelt da eigentlich so auf der Zunge? Warum! erklärt es Euch.

Kinderfragen
Von Warum!-Redaktion, 12.05.2020 0 Kommentare

Viele finden nichts erfrischender als eine kalte Limo, die noch dazu schön sprudelt. Aber wie kommen die Bläschen in die Flüssigkeit? Verantwortlich dafür ist ein Gas, nämlich Kohlendioxid. Es wird meist bei der Herstellung unter Druck hinzugefügt und hat dann auch die Funktion, die Flüssigkeit keimfrei zu halten. 

Im Alltag heißt es oft, dass Kohlensäure die Getränke zum Sprudeln bringt. Das ist insofern richtig, als beim Zusammentreffen von Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O) ganz kurz Kohlensäure (H2CO3) entstehen kann. Diese chemische Verbindung hält aber nicht lange vor – etwa so wie Seifenblasen, die sich miteinander verbinden und dann zerplatzen. Im Bruchteil einer Sekunde zerfällt die Kohlensäure wieder, nur ein leicht säuerlicher Geschmack bleibt von ihr übrig. Wenn das Kohlendioxid in die Flüssigkeit gepresst wird, verteilt sich aber ein Großteil der Moleküle [kleinste Teile einer stofflichen Verbindung] zwischen den Wassermolekülen, ohne sich mit ihnen zu verbinden. Ihr könnt euch das so vorstellen, als würdet Ihr Luftballons im Bällebad überall zwischen die Bälle drücken. Dieses physikalisch gelöste Kohlendioxid bildet die sprudelnden Bläschen, die dann zischend aus der Limo entweichen. 

Sprudel selber machen 

Material: Glas, Teelöffel, Wasser, Zucker, Zitronensäure und Natron (im Supermarkt erhältlich) 

Versuch: Glas mit Wasser füllen und einen Teelöffel Zitronensäure hineingeben. Noch passiert nichts. Aber sobald ihr einen Teelöffel Natron hinzufügt, fängt das Wasser an zu sprudeln. Denn Natron und Zitronensäure reagieren miteinander zu Kohlendioxid. Jetzt noch etwas Zucker hinzu, und Ihr habt eine sehr einfache Zitronenbrause hergestellt! 

Achtung: Zitronensäure nicht in die Augen bekommen! 

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