Heftfächer 4/2017

Warum werden die Haare in der Sonne heller?

Gerade nach dem Sommerurlaub am Meer scheinen unsere Haare deutlich heller zu sein als vorher. Wir erklären, warum sich die Haare in der Sonne aufhellen.

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Von Warum!-Redaktion, 02.10.2017 0 Kommentare

Genauso wie die Farbe unserer Haut und Augen wird die Farbe unserer Haare vom Farbstoff Melanin bestimmt. Bei starkem Sonnenschein im Sommer hellen sich die Haare auf, weil das farbgebende Melanin durch die Sonnenstrahlen zerstört wird.

Melanin besteht wie die meisten Farbstoffe aus einer Reihe von Stoffverbindungen. Ein bestimmter Teil des Lichts, die ultraviolette Strahlung, ist so energiereich, dass sie diese Verbindungen aufbrechen kann. Stellt Euch vor, Ihr würdet Euch mit ganz vielen anderen an den Händen halten und dadurch eine bunte Kette bilden. Wenn jetzt jemand mit viel Energie auf Euch zu und durch Euch hindurch rennt, reißt Eure Kette auseinander. Es entstehen farblose Lücken. Ganz ähnlich wird im Melanin die Reihe der Stoffverbindungen unterbrochen und so die Farbwirkung gestört. Die Haare werden heller.

Im Laufe des Winters, wenn die Sonneneinstrahlung schwächer ist, wachsen dann wieder dunklere Haare nach. Bei einem Badeurlaub bleichen die Haare übrigens noch schneller aus, und das hat mehrere Gründe: Am Meer wirkt das UV-Licht stärker auf die Haare, weil das Wasser die Sonnenstrahlen wie ein Spiegel zurückwirft und vervielfacht. Wenn die Haare nass sind, trifft die UV-Strahlung auf Wasser und erzeugt aggressive Teilchen, die die Farbstoffe zusätzlich angreifen. Und schließlich halten wir uns im Urlaub auch einfach mehr draußen, also in der Sonne, auf.

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