Heftfächer 4/2017

Wie entstehen Wälder?

Buche oder Birke, Fichte oder Tanne – unsere Wälder sind unglaublich spannend. Doch wie wird aus einem kleinen Keimling ein gigantischer Baum? Und wie wachsen davon ganz viele unterschiedliche auf einer Fläche? Warum! gibt die Antwort.

Kinderfragen
Von Warum!-Redaktion, 27.10.2017 0 Kommentare

Wälder entstehen überall dort, wo Bäume genügend Licht, Wasser und Nährstoffe vorfinden. Ihre Samen werden meist vom Wind oder von Tieren verbreitet. Sie keimen und wachsen zu kleinen Bäumchen heran. Können sie ungestört weiterwachsen, entstehen im Lauf vieler Jahrzehnte und Jahrhunderte natürliche Wälder.

Wälder wachsen bei uns seit dem Ende der letzten Eiszeit. Diese Urwälder gibt es aber heute nicht mehr. Sie wurden gerodet, um Ackerland zu gewinnen oder das Holz zu nutzen. Viele Wälder, die Ihr heute seht, wurden von Menschen gepflanzt – oft daran zu erkennen, dass ihre Stämme in Reihen stehen.

Wenn es bei Euch in der Nähe ein umgebautes Grundstück gibt, könnt Ihr vielleicht die Anfänge einer natürlichen Waldentstehung beobachten: Zwischen hohem Gras wachsen einzelne Sträucher und Birken. Birken gehören zu den ersten Bäumen, die eine freie Fläche besiedeln und werden deshalb Pionier-Bäume genannt. Welche Arten ihnen folgen, hängt von den Bedingungen am Standort ab: Erlen und Ulmen stehen gerne in feuchten Tälern, Fichten und Kiefern in den kühlen Bergen.

Im ersten Jahr sind die Keimlinge nicht größer als ein Zweig, der im Boden steckt. Je größer die Bäume werden, desto mehr machen sie sich gegenseitig Licht, Wasser und Nährstoffe streitig. Die lichtliebenden Birken unterliegen zum Beispiel Schattenbäumen wie Buchen. So nimmt die Zahl der Arten und der einzelnen Bäume auf der Fläche mit der Zeit ab. Die Verbliebenden bilden mit ihren Kronen ein geschlossenes Dach, durch das kaum noch Licht für neue neue Pflanzen dringt.

Wald ist unter unseren klimatischen Bedingungen die höchste und letzte Stufe der Vegetation (Bewuchs): Ein naturnaher Wald, der sich selbst überlassen wird, verjüngt sich, indem einzelne Bäume sterben und jüngeren Platz machen. In den meisten Forstwäldern, in denen das Holz zur Nutzung geschlagen wird, wählt der Förster aus, welche Bäume überleben.

 

 

Verschiedene Wälder

Laubwald: Buchen würden ohne Eingreifen des Menschen im Großteil der Wälder in Deutschland wachsen, häufig begleitet von Eichen.

Mischwald: Heute die häufigste Waldart in Deutschland, wobei eine Beimischung von fünf Prozent Laub- bzw. Nadelwald genügt.

Nadelwald: Fichte, Kiefer, Tanne und Lärche kommen natürlicherweise nur in den Mittelgebirgen und Alpen vor, stellen heute aber zwei Drittel der Wälder.

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