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Wofür gibt es Leuchttürme?

Ein bisschen geheimnisvoll sind sie ja, die Leuchttürme. An den Küsten, wo die Dunkelheit noch tief schwarz ist, sind es oft nur ihre Leuchtfeuer, die uns Licht spenden - und das bis in weite Ferne und vom Meer aus gut sichtbar.

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Von Warum!-Redaktion, 02.06.2021 0 Kommentare

Grundsätzlich dient Licht dazu, Schiffen auf See den Weg zu weisen. Früher setzte man einfach Fackeln ein oder entzündete große Scheiterhaufen an den Küsten. Deshalb spricht man oft auch von Leuchtfeuer. Wichtig ist dabei, dass das Lichtsignal für die Schiffe schon von Weitem sichtbar ist. Daher wurden die sogenannten Leuchttürme erfunden. 

Sie sind immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Ganz unten befindet sich der Eingang. Über eine Wendeltreppe gelangt man in den obersten Bereich, wo das Leuchtfeuer sitzt. Mit Linsen und Spiegeln wird das Licht gebündelt, um die Sichtbarkeit zu erhören. Früher wurden Leuchtfeuer mit Gas oder Petroleum betrieben. Das Feuer wurde jeden Abend beim Einsetzen der Dunkelheit vom Leuchtturmwärter entzündet und bis zum Sonnenaufgang bewacht. Der Leuchtturmwärter musste auch die Fenster und verrußten Linsen putzen sowie Brennstoff nachfüllen. 

Manche Leuchtfeuerwärter lebten für Monate völlig isoliert auf abgelegenen Leuchttürmen. In den 1950er Jahren löste elektrisches Licht die Gas- oder Öl-Befeuerung ab und nahm damit den Wärtern einiges an Arbeit ab. Seit den 1970er Jahren werden die Leuchttürme in Deutschland automatisch betrieben und zentral überwacht. Die Schaltzentrale in Bremerhaven übernimmt die Fernsteuerung. Dabei strahlen die Leuchttürme ihre Lichter in verschiedenen Farben und in einem bestimmten Blink-Rhythmus ab. Anhand dieser beiden Merkmale können Seeleute den Turm identifizieren und damit ihre eigene Position bestimmen. Grundsätzlich unterscheidet man Seefeuer (kündigen den Schiffen nahendes Festland an), Orientierungsfeuer (dienen der Orientierung und Positionsbestimmung in Küstennähe) sowie Feuer zur Markierung von engen Fahrwassern.

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