Heftfächer 4/2017

Zapfen zur Wettervorhersage nutzen

Zapfen von Nadelbäumen sind nicht nur Winterfutter für Tiere oder schicke Herbstdeko. So könnt Ihr mit Ihnen sogar das Wetter vorhersagen.

Wissen
Von Jonny Peters, 05.12.2012 2 Kommentare

Zapfen findet man überall, wo Nadelbäume stehen. Sie haben zwar alle ähnlich braune Farbtöne, faszinieren zur Herbst- und Winterzeit aber dennoch durch ihre Form. Sie eignen sich prima als Verzierung für Adventsgestecke, als Hänge-Schmuck für den Christbaum oder als kostenloses Bastelmaterial aus dem Garten.

Doch außer als Dekoration kann man die verholzten Nadelbaum-Blüten auch zur Wettervorhersage nutzen.

Ein geöffneter Kiefernzapfen
Ein geöffneter Kiefernzapfen

Dazu hängt man einfach einen Zapfen vor das Fenster. Öffnen sich die Schuppen, wird das Wetter wahrscheinlich freundlich. Stehen die Schuppen geschlossen, regnet es vermutlich bald.

Ein geschlossener Kiefernzapfen
Ein geschlossener Kiefernzapfen

Was die Zapfen zum geduldigen Wetterfrosch macht, rührt von ihrer genialen Funktion her. Noch am Baum hängend, speichern sie die Samen der Nadelbäume. Um sich gut fortpflanzen zu können, müssen die Samen möglichst weit vom Winde getragen werden. Das geht allerdings nur, wenn das Wetter schön ist – an verregneten oder nebeligen Tagen würde die hohe Luftfeuchtigkeit die Samen schwer machen und sie könnten sich nicht weit ausstreuen.

Die Zapfen „erkennen” das Wetter durch ihre hölzerne Struktur. Ist es feucht, quellen äußere Teile der Schuppen ein wenig auf und verschließen sich dadurch. Die Samen sind so vor der Witterung geschützt. Ist es trocken, verlieren diese Teile das Wasser und die Zapfenschuppen biegen sich auseinander – die Samen können dann vom Wind erfasst und fortgetragen werden.

Lärchen
Lärchen

Das Öffnen und Schließen kann sich viele Male wiederholen. Daher kann man sich diese Eigenschaft auch ohne die enthaltenen Samen zu Nutze machen. Am besten geht das mit Zapfen von Kiefern, Fichten und Lärchen.

Übrigens: Im Allgemeinen werden herumliegende Zapfen oft Tannenzapfen genannt – das ist falsch! Tannen werfen ihre Zapfen niemals im Ganzen ab.

Wie ihr die ursprünglichen Bäume der Zapfen bestimmt, könnt Ihr in der aktuellen Winter-Ausgabe von Warum! lesen. Und natürlich auch eine Menge weiteres Wissenswertes über Nadelbäume: Welche charakteristischen Merkmale die Nadelbäume haben, wie die Unterarten aussehen, wie alt sie werden können und vieles mehr.

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Kommentare

Bild des Benutzers daniel
daniel (nicht überprüft)
29. Mai 2017 - 16:21

letzte woche war es schön warm.aus den kiefernzapfen fielen die samen heraus. fangen sie nach dem nächsten regen an zu keimen ?

Bild des Benutzers tim
tim (nicht überprüft)
29. Mai 2017 - 16:25

nein das stimmt nicht

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